Regionen stärken

Die Steiermark ist geprägt durch Orts- und Stadtkerne, die einen attraktiven Lebensraum für die Menschen in der Region darstellen. Lebenswerte Regionen brauchen Betriebe vor Ort: Sie schaffen Arbeitsplätze, bieten der Bevölkerung die Möglichkeit, ihre Einkäufe zu erledigen und handwerkliche Dienstleistungen direkt in der Region in Anspruch zu nehmen. Wir stehen deshalb für eine umfassende Definition von Nahversorgung: Nicht nur der Greißler von nebenan, auch alle Gewerbe- und Handwerksbetriebe leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung einer lebenswerten Region.

Diese regionale Wirtschaftsstruktur dynamisch zu gestalten ist ein wesentlicher Teil unseres regionalpolitischen Wirtschaftsverständnisses. Denn mit jedem weichenden regionalen Betrieb geht auch immer ein Stück Identität verloren. Unternehmer, die auf der Suche nach Nachfolgern für ihren Betrieb sind, müssen aktiv unterstützt werden. Außerdem dürfen engagierten Jungunternehmern bei der Übernahme keine Steine in den Weg gelegt werden.

Damit die Steiermark im Wettbewerb der Regionen um die besten Unternehmen eine starke Rolle spielt, ist eine stärkere Zusammenarbeit in wirtschaftspolitischen Fragestellungen auch auf Gemeindeebene notwendig. Denn langfristig führen lokale Egoismen zu einer wirtschaftlichen Entsiedlung, was insgesamt zu einer Schwächung der Steiermark führt. Mit der Gemeindestrukturreform wurde hier bereits ein wichtiger Schritt gesetzt.

Jetzt liegt es an den lokalen Verantwortungsträgern selbst, die wirtschaftlichen Potentiale der fusionierten Gemeinden zu nützen und sich mit der Standortstrategie Steiermark zu vernetzen. Wir befinden uns im internationalen Wettbewerb, es braucht einen starken Standort Steiermark, daher müssen wir die Kräfte bündeln. Dabei kann die Austrian Business Agency (ABA) stärker in die Pflicht genommen werden, auch den Standort Steiermark international besser zu vermarkten.

Wir fordern konkret:

  • Verlagerung von Bundes- und Landesbehörde in die Regionen
  • Verbindliche Anwendung des Bestbieterprinzips im Vergaberecht und Abschaffung der Bundesbeschaffungsagentur
  • Anwendung des Bestbieterprinzips bei Auftragsvergaben von Gemeinden, bei Bundes-, Landeseinrichtungen und Unternehmungen an denen die öffentliche Hand beteiligt ist
  • Evaluierung sämtlicher EU-Regionalmanagements im Sinne der Ressourcenoptimierung
  • Umsetzung von Strukturbereinigungen zur Abschaffung von Doppelgleisigkeiten auf allen Ebenen sowie Verwaltungskooperationen
  • Fairer Finanzausgleich
von Kurt Egger

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