Bezirkstour 2018 – Wirtschaftsbund Steiermark fordert: Mehr Wertschätzung für das Unternehmertum & überbordende Bürokratie stoppen

Murau, 06.03.2018

Der Wirtschaftsbund Steiermark machte letzte Woche im Rahmen der Bezirkstour den nächsten Stopp in Murau. WB-Landesgruppenobmann Josef Herk und WB-Direktor Kurt Egger touren in den nächsten Monaten durch alle steirischen Bezirke, um mit UnternehmerInnen zu diskutieren und wichtige Forderungen wie mehr Wertschätzung für die heimische Wirtschaft sowie den Bürokratieabbau ins Bewusstsein zu rufen. Zentrales Thema in Murau sind die Lehrlinge.

 

 

Die über 70.000 steirischen UnternehmerInnen sind starke Partner für die Regionen, denn sie sichern Arbeitsplätze, bilden Lehrlinge aus und finanzieren durch ihre Steuern und Abgaben Sozialleistungen und vieles mehr. Keine Region oder Gemeinde könnte sich ohne erfolgreiche UnternehmerInnen entwickeln. Alleine im Bezirk Murau gibt es über 1.903 UnternehmerInnen, davon sind 116 Lehrbetriebe, die insgesamt 264 Lehrlinge ausbilden. 10.876 Beschäftigte finden in der Region einen Arbeitsplatz, die Arbeitslosenquote im Bezirk liegt mit 5,9 % unter dem Steiermarkschnitt von 7,3 % (Stand Dezember 2017).

„Leistung und Eigenverantwortung müssen sich lohnen! Als Wirtschaftsbund setzen wir uns dafür ein, die Leistungsträger in den Fokus zu rücken und fordern deshalb mehr Anerkennung und Wertschätzung für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie sind starke Partner, die eine Region mitgestalten und diese erst lebenswert machen, dafür möchten wir ihnen danken“, so Präsident Ing. Josef Herk, Landesgruppenobmann Wirtschaftsbund Steiermark, im Rahmen der Bezirkstour 2018 in Murau.

Vor allem die freiwilligen Leistungen der UnternehmerInnen für das Gemeinwohl, wie Sponsoring der Vereine, Spenden für karitative Zwecke oder das Freistellen von MitarbeiterInnen für das Rettungs- und Feuerwehrwesen werden oft nicht wahrgenommen. Aber auch mit der Ausbildung von Lehrlingen leisten die UnternehmerInnen einen wichtigen Beitrag für die Regionen.
„Lehrlinge sind uns ein wichtiges Anliegen, denn sie sind unsere Fachkräfte von morgen und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem starken gesellschaftlichen Leben. Denn nur Regionen, die Fachkräfte haben, sind Zukunftsregionen“, so KommR Karl Schmidhofer, WB-Bezirksobmann Murau.

 

Bürokratie abbauen: Überregulierung, fehlende Praxistauglichkeit und Doppelgleisigkeiten gefährden Arbeitsplätze

„Unsere Unternehmen leiden unter dem Bürokratiewahnsinn, der ihre Kosten in die Höhe treibt und ihre Wettbewerbsfähigkeit schwächt. Weniger Bürokratie soll mehr unternehmerische Freiheit ermöglichen, damit alle vom wirtschaftlichen Aufschwung nachhaltig profitieren“, so Mag.(FH) Kurt Egger, Direktor Wirtschaftsbund Steiermark.

Deshalb begrüßt der Wirtschaftsbund die geplanten Maßnahmen der Regierung, die den umfassenden Abbau von bürokratischen Belastungen und Hemmnissen zukünftig ermöglichen sollen: Form- und Meldepflichten für Unternehmen sind auf das notwendige Ausmaß zu reduzieren. Elektronische Meldungen (nach deutschem Vorbild) sowie das „only once“- Prinzip entlasten 250.000 betroffene Unternehmen. Gemäß dem Motto „Beraten statt Strafen“ sollen Unternehmen bei geringfügigen Verstößen nicht gleich bestraft, sondern richtig beraten werden. Das im Verwaltungsstrafrecht geltende „Kumulationsprinzip“ führt zu unverhältnismäßigen Mehrfachstrafen. Es soll daher durch das Absorptionsprinzip aus dem Justizstrafrecht ersetzt werden. Steuerpflichtige sollen per Auskunftsbescheid eine rechtsverbindliche Auskunft der Abgabenbehörde zu steuerlichen Fragen, etwa bei Umgründungen, Unternehmensgruppen und Verrechnungspreisen, erhalten. Dies stärkt die Rechtssicherheit und damit auch die Attraktivität von Österreich für Investitionen.

„Wir sind stolz darauf, dass das Regierungsprogramm eindeutig die Handschrift der Wirtschaft trägt und sich unsere Vorschläge für eine starke Wirtschaft, die den Standort stärkt, darin widerspiegeln“, so Herk abschließend.

von Kurt Egger

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