Start der Bezirkstour 2018 – Wirtschaftsbund Steiermark fordert: Mehr Wertschätzung für das Unternehmertum, überbordende Bürokratie stoppen & Wirtschaftsservicestellen stärken!

Feldbach, 28.02.2018

Der Wirtschaftsbund Steiermark startet heute seine Bezirkstour in der Südoststeiermark. In den nächsten Monaten werden WB-Landesgruppenobmann Josef Herk und WB-Direktor Kurt Egger durch alle steirischen Bezirke touren, um mit UnternehmerInnen zu diskutieren und wichtige Forderungen wie mehr Wertschätzung für die heimische Wirtschaft sowie den Bürokratieabbau ins Bewusstsein zu rufen. Zentrales Thema in der Südoststeiermark ist die Stärkung der Wirtschaftsservicestellen.

 

 

Die über 70.000 steirischen UnternehmerInnen sind starke Partner für die Regionen, denn sie sichern Arbeitsplätze, bilden Lehrlinge aus und finanzieren durch ihre Steuern und Abgaben Sozialleistungen und vieles mehr. Keine Region oder Gemeinde könnte sich ohne erfolgreiche UnternehmerInnen entwickeln. Alleine in der Südoststeiermark gibt es über 5.871 UnternehmerInnen, davon sind 339 Lehrbetriebe, die insgesamt 862 Lehrlinge ausbilden. 33.645 Beschäftigte finden in der Region einen Arbeitsplatz, die Arbeitslosenquote im Bezirk liegt mit 6,6 % unter dem Steiermarkschnitt von 7,3 % (Stand Dezember 2017).

„Leistung und Eigenverantwortung müssen sich lohnen! Als Wirtschaftsbund setzen wir uns dafür ein, die Leistungsträger in den Fokus zu rücken und fordern deshalb mehr Anerkennung und Wertschätzung für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie sind starke Partner, die eine Region mitgestalten und diese erst lebenswert machen, dafür möchten wir ihnen danken“, so Präsident Ing. Josef Herk, Landesgruppenobmann Wirtschaftsbund Steiermark, im Rahmen der Bezirkstour 2018 in Feldbach.

Vor allem die freiwilligen Leistungen der UnternehmerInnen für das Gemeinwohl, wie Sponsoring der Vereine, Spenden für karitative Zwecke oder das Freistellen von MitarbeiterInnen für das Rettungs- und Feuerwehrwesen werden oft nicht wahrgenommen.

Wirtschaftsservicestellen in der Südoststeiermark stärken

Um die Abläufe für regionale Unternehmen unbürokratischer zu gestalten, haben bereits viele Gemeinden des Bezirkes Südoststeiermark eine Wirtschaftsservicestelle eingerichtet. Diese haben den Zweck, die Zugänge zur Gemeinde für Gewerbetreibende zu erleichtern und Wirtschaft als Querschnittsthema in allen Bereichen der Gemeinde mitzudenken. Dabei bildet ein/e GemeindemitarbeiterIn und ein oder mehrere gewählte Funktionäre ein Team. Der Wirtschaftsbund fordert, diese mit ausreichend Ressourcen auszustatten.

Bezirksgruppenobmann KoR Günther Stangl: „Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Wirtschaft funktioniert besonders gut, wo offene BürgermeisterInnen und engagierte Unternehmerpersönlichkeiten zusammenspielen. Der Wirtschaftsbund ist die Plattform, in der sich die engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer organisieren!“

„Wir sind für unsere Mitglieder da und bieten Informationen, Ausbildungen und Netzwerktreffen!“, präzisiert Bezirksgruppenobmann-Stv. Mag. Josef Sommer.

„Wer etwas für die Wirtschaft bewegen möchte, kann sich gerne bei mir, bei Organisationsreferent Thomas Heuberger oder den Ortsgruppenobleuten in der jeweiligen Gemeinde melden!“, so Stangl.

Bürokratie abbauen: Überregulierung, fehlende Praxistauglichkeit und Doppelgleisigkeiten gefährden Arbeitsplätze

Damit die steirischen UnternehmerInnen ihre Leistungskraft und den aktuellen Wirtschaftsaufschwung bestmöglich nutzen können, kämpft der Wirtschaftsbund Steiermark für Entlastungen, Bürokratieabbau und die optimalen Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften.

„Unsere Unternehmen leiden unter dem Bürokratiewahnsinn, der ihre Kosten in die Höhe treibt und ihre Wettbewerbsfähigkeit schwächt. Weniger Bürokratie soll mehr unternehmerische Freiheit ermöglichen, damit alle vom wirtschaftlichen Aufschwung nachhaltig profitieren“, so Mag. (FH) Kurt Egger, Direktor Wirtschaftsbund Steiermark.

Deshalb begrüßt der Wirtschaftsbund die geplanten Maßnahmen der Regierung, die den umfassenden Abbau von bürokratischen Belastungen und Hemmnissen zukünftig ermöglichen sollen: Form- und Meldepflichten für Unternehmen sind auf das notwendige Ausmaß zu reduzieren. Elektronische Meldungen (nach deutschem Vorbild) sowie das „only once“- Prinzip entlasten 250.000 betroffene Unternehmen. Gemäß dem Motto „Beraten statt Strafen“ sollen Unternehmen bei geringfügigen Verstößen nicht gleich bestraft, sondern richtig beraten werden. Das im Verwaltungsstrafrecht geltende „Kumulationsprinzip“ führt zu unverhältnismäßigen Mehrfachstrafen. Es soll daher durch das Absorptionsprinzip aus dem Justizstrafrecht ersetzt werden. Steuerpflichtige sollen per Auskunftsbescheid eine rechtsverbindliche Auskunft der Abgabenbehörde zu steuerlichen Fragen, etwa bei Umgründungen, Unternehmensgruppen und Verrechnungspreisen, erhalten. Dies stärkt die Rechtssicherheit und damit auch die Attraktivität von Österreich für Investitionen.

„Wir sind stolz darauf, dass das Regierungsprogramm eindeutig die Handschrift der Wirtschaft trägt und sich unsere Vorschläge für eine starke Wirtschaft, die den Standort stärkt, darin widerspiegeln“, so Herk abschließend

von Kurt Egger

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