Kriminalisierung der Unternehmer durch die AK ist nicht tolerierbar

„Die Arbeiterkammer versucht einmal mehr aus (anonymen) Einzelfällen den Regelfall zu konstruieren, obwohl die Fakten eine ganz andere Sprache sprechen“, kritisiert WB-Landesobmann Josef Herk. Er lehnt die geforderten Neuverhandlungen im Bereich der Arbeitszeitflexibilisierung entschieden ab und will die generelle Kriminalisierung der Unternehmerschaft durch die Arbeiterkammer so nicht länger tolerieren. „Wir schützen keinesfalls schwarze Schafe, denn jeder einzelne Missbrauch des neuen Arbeitszeitgesetzes ist einer zu viel. Dennoch muss man bei den Fakten bleiben. Bei aktuell über 535.000 unselbstständig Beschäftigten in der Steiermark, repräsentieren die 40 Beschwerden 0,007% der gesamten Arbeitnehmerschaft“, so Herk. Aktuelle Zahlen des Sozialministeriums zeigen zudem, dass Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz trotz verstärkter Kontrollen des Arbeitsinspektorats österreichweit sogar zurückgegangen sind. 2017 wurden 112 (September) bzw. 150 (Oktober) Verstöße registriert, 2018 waren es nur 43 bzw. 22.

 Wirtschaftsbund fordert von AK Offenlegung der Verträge

Für den Wirtschaftsbund ist klar, dass das neue Arbeitszeitgesetz in keinem einzigen Fall zu Ungunsten der Arbeitnehmer ausgelegt werden darf. „Wir werden jeden einzelnen Fall prüfen und entschieden dagegen vorgehen. Das können wir allerdings nur, wenn wir die Verstöße auch tatsächlich kennen. Deshalb fordern wir AK Präsident Pesserl auf, die besagten Verträge offenzulegen und sich nicht hinter der Anonymität zu verstecken, andernfalls soll er die Behauptungen einstellen!“ so Mag. (FH) Kurt Egger, Direktor Wirtschaftsbund Steiermark.

„Sobald uns die konkreten Beschwerden vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen und gemeinsam mit den betroffenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern an einer Lösung arbeiten“, ergänzt Herk.

von Kurt Egger

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