„Eigentlich hat sich alles so Schritt für Schritt ergeben“, eröffnet Mag. Christiane Stindl-Teufl das Gespräch. Die Fernitzer Juristin absolvierte zusammen mit ihrem Mann eine Mediatorenausbildung und sie eröffneten anschließend eine gemeinsame Praxis. Stindl-Teufls Gatte arbeitet viel mit Flipcharts und da hatte sie den genialen Einfall: „Warum muss ein Flipchart immer gleich aussehen und außerdem auch noch so viel Platz wegnehmen?“, fragte sich Stindl-Teufl. Daher entwickelte sie bereits 2007 einen Prototypen, eine bewegliche Glasplatte mit Papier. „Ich erhielt so viel positives Feedback, da es so etwas noch nicht gab“, erklärt die Jungunternehmerin. Schließlich kam ihr die Idee, das Glas mit einem Bild zu kombinieren.
Der Weg zum einzigartigen „Artchart“, das Kunst und Nutzen elegant und individuell verbindet, war entstanden. Ein einziges Problem tauchte jedoch auf: es gab keine passenden Wandhalterungen. Drei Firmen mussten diese erst über mehrere Monate hinweg entwickeln. Mittlerweile gibt es bereits zehn verschiedene „Artcharts“ in diversen Größen und mit unterschiedlichen Funktionen. Für ein vollständiges Auskommen sorgt das Einkommen aus den „Artcharts“ noch nicht, doch das stört Stindl-Teufl gar nicht, im Gegenteil. „Hauptberuflich bin ich Juristin, die ,Artcharts‘ sind für mich ein toller Ausgleich.
Selbstständigkeit ist für mich Mittel zum Zweck und ein schönes Lebensgefühl zugleich.
Die Mehrheit meiner Bekannten hat mich im Plan bekräftigt, es gab aber auch einige warnende Stimmen“, fasst Stindl-Teufl ihre Erfahrung mit dem Schritt in die Selbstständigkeit zusammen. Die Ideen für ihre Produkte kommen ihr schnell und sind meistens auch genauso schnell aufgezeichnet. „Insgesamt komme ich trotzdem auf etwa zwei bis drei Stunden täglich, die ich in das Artchart investiere. Es ist ein merkbarer Aufwand, aber keine Last, sondern Erfüllung und Hobby. Ich empfinde es nicht als Arbeit, sogar der bürokratische Teil macht mir Spaß“, erklärt Stindl-Teufl.
Die Artcharts werden immer gemeinsam mit dem Kunden individuell zum Raum passend entworfen. Dabei ist so gut wie alles möglich. Der Kunde kann seinen eigenen Künstler mitbringen, eigene Fotos verwenden, sich Form, Farbe, Material etc. aussuchen. „Egal ob Leder Holz, Stein, Leinwand, Fotodrucke oder anderes, in meinem Netzwerk gibt es für fast jede Richtung einen Künstler, den man gerne mit der Umsetzung beauftragen kann.“ Stindl-Teufl ist selbst auch Künstlerin und gestaltet „Artcharts“. „Ich male und mache Strukturarbeit, das heißt, ich verbinde verschiedene Oberflächen und Materialien.“
Stindl-Teufl führt die Beratung vor Ort beim Kunden selber durch, sie bietet aber auch einen Schauraum mit verschiedenen „Artcharts“ aus diversen Materialien. Die Bedeutung ihres Produkts fasst Stindl-Teufl einfach folgendermaßen zusammen: ein „Artchart“ zu benützen, bedeutet sich stilvoll zu präsentieren.“
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