• businesslounge
  • epu
  • gruender
  • kaderschmiede
  • kmu
  • mc
  • seniorenrat
  • unimc
  • unternehmerin
  • WB Impuls Seminare
Newsletter

EPU des Monats September - Bernhard Pretterhofer

Bernhard Pretterhofer

Bernhard Pretterhofer ist ein Spätberufener, zumindest was seine Selbstständigkeit angeht. Seiner Profession, der Immobilienbewertung, geht er indes schon lange nach. Begonnen hat alles Mitte der 90er Jahre im Finanzdienstleistungsbereich. Zum Finanzieren von Immobilien war deren Bewertung nötig und Pretterhofers Interesse am Thema nahm seinen Lauf. 2006 wechselte Bernhard Pretterhofer zu den Bundesforsten und war dort für das Immobilienmanagement Steiermark mit Standort Mariazell zuständig. Auf Dauer wurde ihm das tägliche Pendeln irgendwann dann doch zu viel (Pretterhofer wohnt in Bruck an der Mur) und die Idee der eigenen Firma war geboren. „Eigentlich wollte ich mich ja sogar schon viel früher selbständig machen“, verrät Pretterhofer, aber  „die Bundesforste kamen dazwischen, doch ich konnte dort eine Menge dazulernen, das war eine sehr interessante Zeit.“ Bei den Bundesforsten war Pretterhofer unter anderem zuständig für Miete, Pacht, Baurecht, Deponieverträge, Schiliftverträge und vieles mehr.

Mittlerweile ist Bernhard Pretterhofer selbstständiger Immobiliensachverständiger und seit 2010 auch gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger. Ebenfalls seit 2009 besucht er die Donauuniversität Krems und lässt sich zum Sachverständigen für internationale Immobilienbewertung ausbilden. Seinen Abschluss zum „Akademischen Experten für Immobilienbewertung“ hat er als erster Absolvent in Österreich bereits in der Tasche. Das ist der erste Studiengang in diese Richtung in Österreich. „Der Grund für die Selbstständigkeit ist die Freiheit zu entscheiden, was man daraus macht“, erklärt der Experte, der sich selbst als kommunikativ und weltoffen beschreibt. Seine Familie hat ihn bei seinem Schritt in die Selbstständigkeit unterstützt, es gab in all der Zeit nie Widerstände. „Meine Kinder waren schon fast erwachsen, da fällt die Entscheidung natürlich viel leichter“, erzählt Pretterhofer.

Der Grund für die Selbstständigkeit ist die Freiheit zu entscheiden, was man daraus macht 

„Ich selbst bereue diesen Schritt nicht, obwohl ich gleich viel oder mehr als früher arbeite. Aber jetzt mache ich es für mich selbst, das ist für mich das Entscheidende“, ist Pretterhofer von seiner Wahl immer noch begeistert. Einen Rat für Jungunternehmer hat der „alte Hase“ auch noch: „Man sollte immer seinen Wissensstand analysieren, versuchen so viel wie möglich zu verstehen und ständig dazuzulernen. Ein Netzwerk ist nicht nur wichtig, sondern unerlässlich. Man muss ständig den Markt beobachten, über Angebot und Nachfrage Bescheid wissen und vor allem soll jedes gute Unternehmen mit einem soliden Businessplan beginnen. Mir half die gute Beratung der Wirtschaftskammer, das nahm viele Hindernisse. Durch die Beratungen bei Förderungen, rechtlichen, steuerlichen und weiteren Fragen, konnten viele Fragezeichen im Vorhinein beseitig werden. Das hat meine Bedenken zu Beginn stark dezimiert.“

„Aber man muss sich seinen Traum verdienen. Ich hatte die letzten zwei Jahre nur Zeit für meine Arbeit, aber keine für meine Hobbys. Mittlerweile teile ich mir die Zeit aber so ein, dass auch dafür wieder Platz ist“, erzählt Pretterhofer. Jetzt läuft er wieder öfters, man kann ihn beim Wandern in den Bergen antreffen und Zeit für Bücher hat er auch wieder („Im Moment lese ich „Die fünfte Disziplin“, ein total spannendes  Buch über lernende Organisation“). In den letzten Wochen und Monaten mischte sich aber auch sehr viel Fachliteratur darunter, denn Pretterhofer schreibt gerade an seiner Masterthesis. Der Titel: „Zusammenhänge zwischen Handelsentwicklung im innerstädtischen Bereich und den Einfluss auf die Immobilienpreise“.