Einer der Top-Ten Erfolge des Wirtschaftsbund Steiermark wurde im vergangenen Jahr umgesetzt: „Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es bei öffentlichen Ausschreibungen durch die Anhebung der Freivergabegrenzen mehr Chancen! Die Schwellenwerte bei der freien Vergabe von Bau- und Infrastrukturaufträgen wurden von 40.000 auf 100.000 Euro bzw. bei nicht öffentlichen Verfahren von 120.000 auf 1 Mio. Euro angehoben. Dadurch konnten wichtige Investitionen in den Regionen beschleunigt werden“, freut sich der Leibnitzer WB-Obmann Johann Lampl, der bei diesem WB-Erfolg maßgeblich beteiligt war.
„Dadurch werden nicht nur wichtige Arbeitsplätze innerhalb der Regionen gesichert. Wachstum ist jetzt der Motor der zarten Konjunkturpflanze. Daher gilt es diesen Wachstumseffekt auch nach 2010 zu erhalten. Es kann nicht sein, dass eine konjunkturbelebende Maßnahme wie die Anhebung der Freivergabegrenzen ein Ablaufdatum – nämlich Ende 2010 hat“, so der stellvertretende Klubobmann im Landtag LAbg. Wolfgang Kasic, der bei der WK-Wahl vom 28. Februar bis 2. März als einer von 71 Spitzenkandidaten ins Rennen geht.
Kasic wird am Dienstag einen Entschließungsantrag in den Landtag einbringen, um bei der Bundesregierung die Anhebung der Schwellewerte auch nach 2010 dauerhaft zu erwirken. Außerdem fordert Kasic bei der Auftragsvergabe von den öffentlichen Stellen ein deutliches Signal: „Bei Ausschreibungen darf nicht Billigstbieter vor Bestbieter gereiht werden. Die Bestbieter kommen im Regelfall immer aus der Region und schaffen durch ihren Einsatz wichtige Arbeitsplätze. Wir bekennen uns zum Wettbewerbsprinzip, aber gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten haben öffentliche Stellen in ihrer Funktion als Eigentümervertreter (LIG, KAGes, EStAG, et al.) dafür Sorge zu tragen, die Auftragschancen für steirische KMU unter Berücksichtigung der rechtlichen Möglichkeiten sicher zu stellen. Hier bietet sich die Vergabe kleinerer Losgrößen oder die Gründung von Bietergemeinschaften an!“, so Kasic. Eine Studie der KMU Forschung Austria unterstreicht diese Forderung: „Eine Million Auftragsvolumen der öffentlichen Hand schafft in der betroffenen Region dauerhaft zehn Arbeitsplätze, darunter eine Ausbildungsstelle. Weiters stellt die KMU Forschung eine Erhöhung der regionalen Kaufkraft um 200.000 Euro, sowie der Kommunalabgaben um 7.300 Euro fest“, so Kasic abschließend.
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