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Leitl :Thermische Sanierung ohne Drehen an der Steuerschraube machbar

Rasche Umsetzung bringt notwendigen Wachstumsschub, schafft Arbeitsplätze und hat positive Effekte für das Bundesbudget

 Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl,
sieht im jüngsten Vorstoß von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder,
zur Förderung der thermischen Sanierung die Wohnbauförderung wieder
zweckzubinden, die Bestätigung einer entsprechenden Wirtschaftskammer-Forderung:
"Die thermischeGebäudesanierung bringt dem Staatsbudget mehr als sie kostet.
Wir brauchen dafür keine Steuererhöhung. Das WIFO hat erst jüngst
bestätigt, dass jeder Euro zur Förderung der thermischen Sanierung
zwei Euro an Rückflüssen nach sich zieht",
so Leitl zur Evaluierung
des Sanierungsschecks im Jahr 2009. Die thermische Sanierung sei ein
notwendiger zusätzlicher Impuls für Wachstum und Beschäftigung. "300
Mio. Euro an zusätzlichem Fördervolumen zur thermischen Sanierung
bedeutet 28.000 Vollzeitarbeitsplätze in Österreich und bringt einen
Wachstumsschub von rund 0,5 % des BIP",
argumentiert Leitl. Zudem
könnten langfristig 2 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

   Die nun vorgeschlagene Finanzierung der thermischen Sanierung über
eine Zweckbindung der Mittel aus der Wohnbauförderung kann sich Leitl
als eine Option vorstellen, bevor es zu Steuererhöhungen kommt. Die
Finanzierung der Maßnahme stelle aber grundsätzlich aufgrund der
hohen Rückflüsse an Steuern und Abgaben keine riesige
budgetpolitische Herausforderung dar, lässt Leitl das Argument nicht
gelten, wonach Steuern für ihre Finanzierung jedenfalls erhöht werden
müssten. "Die Forcierung der thermischen Sanierung schafft eine
win-win-Situation für Umwelt, Beschäftigung und Wirtschaft, ohne die
angespannte Budgetlage weiter zu strapazieren",
schloss Leitl.