„Die Schließung des Standortes von Triumpf in Hartberg ist eine bittere Pille für die Region, aber auch für den Wirtschaftsstandort Steiermark“, teilte WB-Obmann Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann heute nach der Regierungssitzung mit. In der Sitzung wurde auf Buchmanns Antrag hin aber auch einstimmig eine Förderung für das Maschinenbauunternehmen Willingshofer GmbH in Gasen (Bezirk Weiz) beschlossen. Dieses Unternehmen investiert 1,5 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts.
Buchmann hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Werksschließung von Triumpf in Hartberg die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft beauftragt, Schritte einzuleiten. So ist die STUG (Steirische Umstrukturierungsgesellschaft), eine Tochter der SFG, bereits heute beim Krisengipfel vor Ort, um mögliche Alternativen für diesen Standort auszuloten. „Wir haben auch schon die Kontakte zur Austrian Business Agency ausgestreckt, um eine mögliche Nachfolge zu finden“, so Buchmann. „Arbeitsplätze lassen sich nicht auf Knopfdruck verordnen, zuletzt sind aber einige Ansiedlungserfolge gelungen. So hat AT&S sein Headquarter von Wien in die Steiermark verlegt und hier 40 Arbeitsplätze geschaffen, und das internationale Humantechnologieunternehmen B. Braun hat einen Forschungsstandort mit 15 neuen Arbeitsplätzen in Graz angesiedelt“, erklärt Buchmann.
Erfreulich, so Buchmann nach der Regierungssitzung, ist, dass die kleinen und mittleren Betriebe das Rückgrat des Standortes sind und investieren, wie zB die Willingshofer GmbH in Gasen im Bezirk Weiz:
Die Willingshofer GmbH aus Gasen ist Spezialist im Bereich Stahl- und Maschinenbautechnik. Das Unternehmen plant den Neubau einer Fertigungshalle, die Anschaffung einer Laserschneideanlage und Investitionen in die entsprechende Infrastruktur. Die Gesamtinvestition beträgt 1,5 Millionen Euro, das Wirtschaftsressort des Landes wird dieses Projekt nach dem Investitionsförderungsprogramm „Groß!Tat“ sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklungen (EFRE) mit einer möglichen Gesamtsumme in der Höhe von 223.125 Euro unterstützen. Für die Errichtung der neuen Produktionshalle sind außerdem umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Entwässerung, Hangsicherung und Fundierung notwendig. Dadurch entstehen dem Unternehmen Mehrkosten in der Höhe von 200.000 Euro. Um trotzdem eine Umsetzung am Standort Gasen zu ermöglichen, hat die Landesregierung heute auf Antrag von Landesrat Buchmann einstimmig beschlossen, die Mehrkosten mit einer de-Minimis-Förderung in der Höhe von 80.000 Euro zu unterstützen.
Derzeit sind am Standort Gasen 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, durch die Betriebserweiterung sollen 3 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. „Die Investition der Willingshofer GmbH ist gerade jetzt ein sehr positives Signal für die Region Weiz“, freut sich Landesrat Buchmann.
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