Steirische Unternehmen, die der Öffentlichkeit Einblicke in ihre Produktionsprozesse bieten, werden vom Wirtschaftsressort des Landes speziell gefördert. Mithilfe des Projektes "Erlebniswelt Wirtschaft - made in Styria" sollen sich die Betriebe zu "gläsernen Fabriken" entwickeln. Zwölf Betriebe - vom Genussmittelproduzenten bis hin zum Cargo-Center - bieten bereits Erlebnistouren an, hieß es am 3.12.2009 bei der Projektpräsentation.
Herkömmliche Werksführungen sind out: "Es geht um das Vordringen in das Eingeweide der Unternehmen. Der Produktionsprozess soll mit allen Sinnen erlebbar gemacht werden", schilderte Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria (SIC), die die steirischen Unternehmen in der Konzeption und Planung der Erlebnistouren unterstützt.
Zwölf innovative heimische Betriebe sind bereits soweit. Das reicht vom Abfallbehandlungsanlagenproduzenten Komptech in Frohnleiten über den Wurstwarenerzeuger Schirnhofer in Kaindorf bei Hartberg bis zur Getreide- und Ölmühle Berghofer in Fehring oder den Gartengerätehersteller Alko in Obdach. Vier weitere Unternehmen wollen demnächst aufschließen, 30 Betriebe seien laut Schrempf "in Beratungsgesprächen".
Initiiert wurde das Projekt von WB-Obmann LR Dr. Christian Buchmann. "Wir wollen zeigen, wie vielschichtig die Wirtschaft in unserem Land ist und wie stark die steirische Wirtschaft in allen ihren Branchen ist", so Buchmann. Die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) stellt den teilnehmenden Unternehmen sowohl für die Konzept- als auch die Umsetzungsphase Fördermaßnahmen zur Verfügung. So können Beratungs- und Konzeptkosten und externe Kreativkosten bis zu zwei Dritteln und einer maximalen Höhe von 100.000 Euro sowie Sach- und Investitionskosten bis zu einem Drittel und einer maximalen Höhe von 300.000 Euro gefördert werden.
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