Wenn Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) heute in einem APA-Interview Kritik übt, dass im Bund die Budgetrede verschoben wird, macht er sich selbst lächerlich. „Wenn er der Meinung ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung versteht, dass Sparmaßnahmen notwendig sind, warum hat er fünf Jahre lang den Kurs der Vernunft in der Steiermark nicht eingeschlagen?“ fragt sich WB-Obmann Finanzlandesrat Dr. Christian Buchmann (ÖVP). „Voves ist auch der Ansicht, dass man den Menschen vor Wahlen Notwendigkeiten zumuten könne – und warum tut er das dann in der Steiermark nicht?“, so Buchmann.
Ich habe fünf Jahre lang als Finanzreferent für einen Kurs der Vernunft geworben, gegen den sich die SPÖ mit Händen und Füßen gewehrt hat.
Finanzlandesrat Christian Buchmann
"Landeshauptmann Voves hat in fünf Jahren das Land an den Rand des Abgrundes gefahren! Jetzt fünf Minuten vor 12 Behauptungen in den Raum zu stellen, an deren Umsetzung er vor der Wahl nie mehr gemessen werden kann, ist populistisch und unglaubwürdig“, kritisiert Buchmann.
Auch seine Ankündigungen zur Verwaltungsreform hätte er längst umsetzen können. Er hat aber im Gegenteil die Verwaltung aufgebläht, eine weitere Abteilung in der Landesverwaltung geschaffen, seit 2005 1000 neue Mitarbeiter aufgenommen und in der Krankenanstaltengesellschaft drei Vorstände installiert, obwohl der Rechnungshof empfohlen hat, dass ein Vorstand ausreichend wäre.
Zuletzt hat sich Buchmann 2009 intensiv dafür eingesetzt, dass bis zum Frühjahr 2010 ein Reformpaket des Landes Steiermark erarbeitet wird, zu dem sich beide Parteien bekennen. Auch das ist am massiven Widerstand der SPÖ gescheitert.
„Die Wählerinnen und Wähler durchschauen diese Spielchen – sie wissen, dass Voves seine Chance gehabt, sie aber nicht genutzt hat“, so Buchmann abschließend.
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