Europa´s Sterne – zum Greifen nahe!
Weibliche Stimmen in Europa.
Drei Powerfrauen greifen nach den Sternen und sorgten bei der WB Business Lounge in der Grazer Thalia Bar, zu der Landesgruppenobmann LR Dr. Christian Buchmann und WB-Direktor Taibinger einluden, für eine hochkarätige Podiumsdiskussion. Im Mittelpunkt stand die EU-Spitzenkandidatin der steirischen Volkspartei Mag. Dr. Hella Ranner, die sich gemeinsam mit den zwei Co-Referentinnen Marion Kreiner und Mag. Astrid Kiefer den Fragen von Moderator Jürgen Peindl stellte.
„Wer geht am 7. Juni zur Wahl?“, mit dieser Frage startete Jürgen Peindl die Diskussion am Podium und sensibilisierte das Publikum gleich zu Beginn für die bevorstehende EU-Wahl am 7. Juni 2009. Einig ist sich die vielschichtige Damenrunde, dass die EU unsere Stimmen braucht um den Weg aus der Steiermark in die EU bestmöglich gestalten zu können.
Während Wien streikt, blickt die Steiermark in die Zukunft
Gerade noch in Genf – machte Hella Ranner auf der Bühne in Graz gute Figur bzw. eine gute Europa-Stimme. Die Grazerin mit Wurzeln in Kärnten und Wien möchte als Anwältin der SteirerInnen in Brüssel agieren und betont dabei ihre „Face-to-Face Strategie“. „Es geht darum die Vorteile der EU zu kommunizieren gerade weil Negativparolen zu schnell und stark in den Köpfen verankert sind“, so sieht Ranner ihren Beitrag für die EU. Sie bezeichnet sich selbst als „echten Kommunikationsfreak“ und möchte die Bürgerinnen mit EU-Botschaften erreichen und verstärkt die Erfolgsgeschichten kommunizieren.
Den Sternen nah und doch auf steirischen Boden.
Eine schöne Erfolgsgeschichte erzählte Marion Kreiner. Der Weg in die Selbständigkeit hat sich durch den Gewinn des Weltmeistertitels für die Jungunternehmerin und Spitzensportlerin bezahlt gemacht. Ihr Tipp für Spitzenkandidatin Hella Ranner für den EU-Wahlkampf: „Grundlagentraining und mentales Training“ und sie wünscht sich „mehr Transparenz für die Bürgerinnen, schon vor den Wahlen“. Diese Aussage unterstützte auch Astrid Kiefer, die sich durch den Einstieg in das Familienunternehmen in Bad Gleichenberg ebenfalls auf dem europäischen Parkett bewegt und sich bereits über die Grenzen hinaus etabliert hat. Ihr Erfolgsrezept: „intensive Beschäftigung mit dem Markt und den Kunden“, und vor allem „Engagement und die Bereitschaft auch schwierige Wege zu gehen“. Kiefer machte ihr Unternehmen so durch konsequente „Step-by-Step Politik“ zum Qualitätsführer Ihrer Branche, der Reinraum-Einrichtung und durfte sich bereits für das Meisterstück ihres Vaters, eine „tanzende Fassade“ - über einen internationalen Architekturpreis freuen. Von der Steiermark hinaus in die Welt, die drei Damen der Diskussionsrunde zeigen wie es geht.
Starke Forderungen an Europa.
Von der EU-Politik forderte Astrid Kiefer: „Bürokratieabbau und Entflechtung“ und wurde von Spitzenkandidatin Hella Ranner dabei kräftig unterstützt: „Wichtig ist die Konzentration auf das Wesentliche und Klarheit um eine geregelte Transparenz zu ermöglichen“. Als Beispiel nannte die Juristin und Messepräsidentin die Vereinfachung der Rechte und Normen in der EU. Der EU-Beitritt der Türkei ist für die Rechtsanwältin derzeit kein Thema. „Zu sehr trennt uns die Inhomogenität des Landes“ – „Türkei ist nicht Europa“, so Ranner. In der Funktion als EU-Parlamentarierin möchte die Spitzenkandidatin die Verbindung der EU zur Steiermark stärken. Die Breite der EU-Kandidaten sieht Ranner äußert positiv, sie „erhöht die Kompetenz und die Durchschlagskraft für die komplexen Aufgabenstellungen in Brüssel“, so Ranner abschließend.
Auch die steirischen EU Kandidaten kamen zu Wort
Unter den zahlreichen Gästen diskutierten auch die beiden steirischen EU Kandidaten Mag. Josef Majcan und Reinhard Sandbichler. „Mein Wahlziel: aus der Region gestärkt nach Europa zu gehen“ unterstrich Sandbichler. Auch Majcan betonte seinen persönlichen Antrieb in Punkto Regionalität und Mobilisierung der Kräfte vor Ort – für Europa. Sein Appell bedeutet weiters auch die Aufteilung der Kompetenzen an den richtigen Stellen. Gerade in jetzigen Zeiten biete die EU Schutz und erhöhten Nutzen – jede einzelne Stimme in der EU bewirke, dass die Regionen und Bürger in Zukunft noch mehr Gewicht erhalten, so Majcan weiter. Für Reinhard Sandbichler stehen Networking und Lobbying an erster Stelle. Dabei geht es um die Frage „Was wollen wir von der EU?“, plädierte Sandbichler und warnte das Publikum davor politisch-gesellschaftliche Geschehnisse „nur auf sich einwirken zu lassen“.
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