Andreas Robert Herz, Betreiber einer privaten Krankenanstalt weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn ungebetene Gäste im Betrieb gewütet haben. „Der Schock saß bei mir und meinen Mitarbeiterinnen tief. Erst durch ein Supervisions-Team konnten wir den Einbruch verarbeiten“, schildert Herz die Situation. Aber er ist nicht das einzige Einbruchsopfer bei der gestrigen Business Lounge. Die Frage von Moderator Jürgen Peindl, ob jemand selbst Opfer eines Einbruchs war, oder im Bekanntenkreis Betroffene kennt, wird von fast 70% der Besucher der Business Lounge bejaht. „Viele fürchten ja den Täter auf frischer Tat zu ertappen – doch nach zwei, bis drei Minuten haben die Einbrecher meist das gesamte Hab und Gut durchwühlt und das Diebesgut geschnappt“, weiß Sicherheitsexperte Egon Maurer von der Firma SiS Security GmbH. Selbst diese kurzen Schreckminuten will WB-Obmann Christian Buchmann den steirischen UnternehmerInnen nicht zumuten. „Bei der SFG haben wir deshalb einen Sicherheitsscheck für Unternehmer initiiert, damit auch Kleinbetriebe in den Sicherheitsschutz investieren können“, so Buchmann. Alle Infos zur Aktion gibt’s unter www.sfg.at. Viel Lob für die Sicherheitsschecks kam auch von Generalmajor Wolfgang Lackner, dem stv. Landespolizeikommandanten: „Einbrüche müssen für die Täter möglichst unkompliziert von Statten gehen – Alarmanlagen stellen für die Einbrecher, die laut Statistik zumeist aus dem Ausland kommen ein schwer zu überwindendes Hindernis dar“, weiß Lackner.
Andreas Herz hat nach dem Einbruch in seiner Firma in Sicherheitsmaßnahmen investiert: „Trotzdem hilft es, ein Auge offen zu halten, denn meist werden Objekte vor der Tat ausspioniert“, berichtet Herz, der selbst zwei „Spione“ auf frischer Tat ertappte. „Nachbarschaftshilfe sollte bei uns groß geschrieben werden. Es hilft, wenn man die Zeitung für den Nachbarn wegräumt oder verdächtige Personen gleich der Polizei meldet“, rät Maurer. Für Lackner ist jeder Einsatz wichtig: „Lieber 9 Mal umsonst ausrücken, dafür aber beim 10. Mal zuschnappen. Die Sicherheitsstrategie für die Steiermark hat bereits Wirkung gezeigt – die Einbruchsdelikte sind um 27,4% zurückgegangen. Die Problemzone liegt aber noch immer in und um Graz“, so Lackner. Sowohl bei der Polizei, als auch bei Sicherheitsfirmen wie bei Ing. Maurer kann man sich kostenlos beraten lassen. „Studien zeigen: Prävention ist schon die halbe Miete – daher tragen gerade Förderungen vom Land in Sicherheitsmaßnahmen zur sicheren Steiermark bei“, so WB-Direktor Jakob Taibinger abschließend.
Wie man die Steiermark noch sicherer machen kann - darüber wurde bei der Business Lounge am 22. April 2010 diskutiert. Viele, gute Ideen wurden zusammengetragen - mit Sicherheit haben sich unsere Gäste bei der Diskussion und beim anschließenden Networking am Buffet ausgezeichnet unterhalten!
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