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WB-Direktor EGGER: Bildungsdiskussion darf nicht auf Urlaub gehen!

Stillstand in Schulverwaltungsreform ist gefährlich.
Es geht um die Zukunft unserer Jugend!

Egger ärgert sich über die oberflächliche Bildungsdiskussion kurz vor der alljährlichen Sommerpause und fordert dringend Vorschläge für eine Schulreform und eine echte Schulautonomie in Österreich.

„Wir müssen endlich eine umfassende Diskussion über die Schulverwaltungsreform in Österreich führen. Die aktuelle Schulschluss-Debatte führt wie schon in den letzten Jahren ins nichts“, mahnt WB-Direktor Mag. (FH) Kurt Egger. „Der  momentane Stillstand in der Schulverwaltungsreform ist gefährlich! Oberflächliche Diskussionen über eine Ferienteilung bzw. Verkürzung der Sommerferien, Lehrerarbeitszeiten, –gehälter und Strafen für Schulschwänzer bringen uns nicht weiter. Wir brauchen endlich eine Neuordnung im österreichischen Bildungssystem“, fordert  Egger, und sagt weiter: „Diese Bereiche sind nur Teilaspekte. Für die sichere Zukunft unserer Jugend müssen wir umfangreichere Reformvorschläge auf den Tisch legen. Die Diskussion um eine Bildungsreform darf jetzt im Sommer nicht wie in der Vergangenheit einfach auf Urlaub gehen.“

Der WB-Direktor tourt seit mehr als 8 Wochen durch die Steiermark und stellt ernüchtert fest: „Wir müssen unserer nächsten Generation Zukunftsperspektiven geben. Die Wirtschaft ist bereit dafür. Aber die Jugendlichen fehlen zunehmend. Alleine bei meinen Betriebsbesuchen diese Woche in Hart bei Graz hätten die UnternehmerInnen sofort 10 Lehrlinge aufgenommen.“ Die brisante Arbeitsmarktsituation für die heimischen Betriebe verschärft sich zunehmend in ganz Österreich: 2016 haben wir erstmals mehr Berufsaussteiger als Berufseinsteiger. 

Egger warnt: „Während reformresistente Lehrer-Gewerkschafter & Co über die Einführung einer Lehrlingsmilliarde oder den Aufstieg mit drei „Nicht genügend“ diskutieren steuern unsere heimischen Betriebe unaufhaltsam, mit großen Schritten einem Fachkräftemängel entgegen. So darf es nicht weitergehen. Dieser Entwicklung müssen wir mit klaren Vorschlägen für eine Schulverwaltungsreform entgegen steuern.“ Die heimische Wirtschaft stehe angesichts der niedrigen Geburtenrate und dem Trend zur höheren Ausbildung  vor großen Herausforderungen. „Unsere  Betriebe sind es die Facharbeiter für die Zukunft ausbilden“, betont WB-Direktor Egger und sagt weiter: „Die Wirtschaft muss besonders in schwierigen Zeiten auf die Rahmenbedingungen vertrauen können. Hoch qualifizierte Fachkräfte sind für unsere Betriebe einer der wichtigsten Faktoren um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Unsere Wirtschaft muss sich deshalb auf ein einheitliches Leistungsniveau bei den Schülern verlassen können. Die Voraussetzung dafür muss schon auf der Ebene der Lehrkörper geschaffen werden. Konkret heißt das Qualitätsverbesserung durch klare Leistungsstandards für Lehrer und regelmäßige Evaluierungen.“

Konkrete Vorschläge für die Schulverwaltungsreform hat der Wirtschaftsbund in einem Modell zusammengefasst, das dem Leistungsanspruch der Wirtschaft auch gerecht wird. „Dieses beinhaltet u.a. die Forderung nach Managerqualitäten bei Direktoren und Eignungsprüfungen (vor Ausbildungsbeginn!) bei Lehrern, mehr Entscheidungsfreiheit und klare Zielvorgaben für Direktoren und Bildungsstandards“, so Egger.

Auf die Qualität der Wissensvermittlung und wirtschaftliche Führung in Schulen müsse größeren Wert gelegt werden. „Zukünftige ´Manager-Direktoren´ müssen die Möglichkeit haben, die besten Lehrer für unsere Jugend auszuwählen. Zugleich müssen unsere Schulen von den besten Direktoren geführt werden. Deshalb fordert der Wirtschaftsbund auch bei Direktoren 5-Jahresverträge, die nach einer positiven Evaluierung verlängert werden können“, so Egger abschließend.

AnhangGröße
wb_modell_schulverwaltungsreform.pdf131.16 KB
presseunterlagewb_bildung.pdf147.86 KB