Die Wirtschaftsbund Bezirkstour geht heute zu Ende. Station Nummer 21 führte heute nach Graz, wo WB-Spitzenkandidat Ulfried Hainzl (Liste 1) zahlreiche Betriebsbesuche absolvierte. Mit dabei: Vizepräsident Benedikt Bittmann und die Grazer WK-Regionalstellenobfrau Sabine Wendlinger-Slanina. Zu Mittag wurde beim Presselunch erörtert, ob Schulen und Unis an der Wirtschaft vorbei bilden.
In Punkto Bildung waren sich Hainzl, Wendlinger-Slanina und Bittmann einig: „Die Schulen bilden heute nicht mehr entsprechend der Nachfrage der Wirtschaft aus. Besonders in Graz verkommen die Hauptschulen zu Restschulen. Unser Duales Ausbildungssystem muss aber wieder konkurrenzfähig gemacht werden. Um es in der Sprache der Jugend zu sagen: Karriere mit Lehre ist nicht sexy genug“, zog Hainzl Bilanz. Bittmann prangerte vor allem die statischen Bedingungen an der Schule an: „Wir Unternehmer fügen uns dem stetigen Wandel – die Schule tut das nicht. Durch dieses Treten auf der Stelle und Minimieren der Begabtenförderung geht in Sachen Bildung nichts weiter“, so der WK-Vizepräsident. Wendlinger-Slanina warnte: „Wenn wir weiter in unserem Wertesystem alle Hoffnung auf die Matura legen, dann werden wir künftig keine Fachkräfte von Morgen haben! Schule soll für Schüler stattfinden und nicht nur streng nach Lehrplan, sondern nach individueller Begabung unterrichten“, so Wendlinger-Slanina. Die Forderung des Wirtschaftsbund: Gleichstellung zwischen Schülern und Lehrlingen sowie Meisterprüfungsanwärtern und Studenten – außerdem dürfen der Wirtschaft keine Schranken gelegt werden, wenn es darum geht, Schüler über die Weiterbildungsmöglichkeiten in Punkto Lehre inklusive Matura zu informieren!
Mit dem EVA-Programm (Entlasten – Vereinfachen – Ankurbeln) will Hainzl auch die wichtigsten Grazer Probleme anpacken. In Punkto Umweltzonen bleibt Hainzl bei seinem Standpunkt: „Wir waren immer gegen Umweltzonen, wenn wir einerseits viel investieren, damit Graz für Besucher attraktiv ist, da können wir andererseits ja nicht die Erreichbarkeit unserer Stadt abdrehen. Hier sollten wir über eine Verbesserung der Parksituation, sowie weitere Park & Ride Angebote nachdenken“, so Hainzl abschließend. Die Tour des Wirtschaftsbund Steiermark geht mit der Abschlussveranstaltung heute Abend ab 19 Uhr im Grazer Kunsthaus zu Ende. Insgesamt standen rund 200 Betriebsbesuche ab 11. Jänner am Programm. In jedem Bezirk wurde ein spezifisches Problemfeld inklusive Lösung diskutiert.
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