Wirtschaftsbund on Tour in Weiz – gestern stand die elfte Station des WB mit einer hochkarätigen Diskussion beim „Club 1“ in St. Ruprecht an der Raab am Programm. WB-Spitzenkandidat Ulfried Hainzl, die WK-Vizepräsidenten Regina Friedrich und Benedikt Bittmann, WB-Obmann LR Christian Buchmann, sowie WB-Bezirksobmann Vinzenz Harrer und WK-Regionalstellenobmann Johann Spreitzhofer diskutierten Lösungen zum Thema Facharbeitermangel.
Hainzl freute sich über das Engagement der Weizer Unternehmer: „89 von ihnen werden sich in den nächsten fünf Jahren gemeinsam mit mir und rund 1900 weiteren Unternehmern in der WK engagieren! Daraus ergibt sich die Formel: 71 Kandidaten in den Fachorganisationen, plus 89 regionale Unternehmer, die sich ehrenamtlich für die steirische Wirtschaft einsetzen!“ Hainzl brachte es auf den Punkt: „Wir setzen um – durch Entlasten, Vereinfachen, Ankurbeln – kurz EVA. Ohne Beschäftigung kein Wachstum und dafür wird EVA sorgen!“ Friedrich will vor allem in Punkto Bildung ankurbeln: „Wir haben das teuerste aber nicht unbedingt effizienteste Bildungssystem. Wir können nicht ständig mehr Geld ohne Reformen fordern. Studien belegen außerdem: Bildung wirkt gegen den Facharbeitermangel!“ Buchmann forderte eine Bewusstseinsförderung: „Gerade jetzt ist die Ausbildung junger Leute eine existenzielle Frage für die nächste Generation, sowie für unseren Standort. Das dürfen wir nicht auf die lange Bank schieben!“, so der WB-Obmann. „Rund 4.000 Unternehmer kommen jährlich in der Steiermark dazu. Sorgen wir dafür, dass die Steiermark auch in Zukunft unternehmerischer wird – aber vor allem auch nachhaltig! Die Facharbeiter von heute sind die Unternehmer von morgen – und sie werden von Anfang an von der WK und dem Wirtschaftsbund begleitet“, so Spreitzhofer. Harrer prangerte den Wettkampf zwischen den Schulen an: „Ich finde es traurig, wenn das Image der Lehre miesgemacht wird – Karriere mit Lehre ist machbar, aber wir müssen auch die Möglichkeit bekommen, über den dualen Bildungsweg zu informieren!“ Bittmann mahnte davor, immer über schlecht ausgebildete Lehrlinge zu schimpfen: „Daher müssen wir unsere Aufgabe als Unternehmer noch ernster nehmen, wenn es darum geht Jugendliche auszubilden und vor allem im Betrieb zu halten. Das ist unsere Pflicht!“
Hainzl lud alle UnternehmerInnen ein: „Werden Sie Botschafter der steirischen Wirtschaft – umso größer ihr Auftrag an unser Team ist, desto eher können wir die treibende Kraft in der Wirtschaftskammer sein – die vielen Erfolge des WB sind ein ausgezeichnetes Zeugnis für die Umsetzungskraft des WB“, so Hainzl abschließend.
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