Unter diesem Motto stand der 1. Neujahrsempfang der Wirtschaftsbund-Ortsgrupen Deutschlandsberg und Frauental im voll besetzten Saal des Gasthofes Kollar.
Die Ortsgruppenobleute Gunther Riedlsperger und Ing. Hans Rinner konnten dazu LT-Präsident i.R. Reinhold Purr, Landesrat Dr. Christian Buchmann, LAbg. Manfred Kainz, Stadtpfarrer Mag. Riemer sowie die Gemeindevertretungen beider Orte als Ehrengäste begrüßen.
Er führte aus, dass dieser Empfang ganz bewusst im Stadtzentrum veranstaltet wird, um die Bedeutung und Wertigkeit der gewachsenen Zentren in den Mittelpunkt der Bestrebungen zu setzen, viel zu lange habe man den Ausdünnungen in Richtung Peripherie zugesehen. Weiters hob Riedlsperger den politischen Konsens in der für die ganze Region lebenswichtigen Frage der Anbindung der L 601 neu an den Zentralbahnhof der Koralmbahn und an die Phyrnautobahn hervor.
Bezirksgruppenobmann LAbg. Kainz – ein unermüdlicher Kämpfer für die Interessen des Bezirkes – beklagte eingangs die zunehmende unternehmerfeindliche Haltung im Stmk. Landtag, die es erschwere, wichtige wirtschaftspolitische Anliegen überhaupt verständlich zu machen.
Unternehmer zu sein heißt schließlich nicht Profitmaximierung und Mitarbeiterausbeutung zu betreiben, sondern mit allem persönlichen Einsatz materielle und geistige Ressourcen in Richtung gehobene Lebensqualität aller einzusetzen.
Ortsgruppenobmann Hans Rinner aus Frauental wiederum setzte sich in seinem Statement für verstärkten Einsatz erneuerbarer Energie ein, da gerade in schwierigen Zeiten die Abhängigkeit von Öl und Gas besonders hervortrete, gerade jetzt sollten mutige Schritte bei Neu- bzw. Ersatzinvestitionen gesetzt werden.
Hauptreferent des Abends war Finanz- und Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann sein Thema: „Zukunft braucht Leistung“ resultiert ebenfalls aus der Schieflage der derzeitigen Diskussion über „Verteilungsgerechtigkeit“. Buchmann stellt dem die „Leistungsgerechtigkeit“ gegenüber, denn verteilen könne man nur, was vorher erarbeitet wurde. Und überhaupt: was ist gerecht? Die Verteilung der Steuerlast zeigt, dass rund 2,7 Mio. Steuerpflichtigen, das sind rund 48 % aller Einkommensbezieher, seit der letzten Steuerreform überhaupt keine Steuer mehr bezahlen und rund 9/10 der anderen Hälfte 42 % des Steueraufkommens tragen. Die obersten 10 Prozent der Einkommensbezieher tragen rund 58 % der Steuerleistung.
Das heißt: der Mittelstand trägt die steuerliche Hauptlast und wer in weiter schröpfen will, gefährdet die Substanz der Wertschöpfung und auch der sozialen Sicherheit.
Das Land braucht daher mehr Leistungsträger, die motiviert und innovativ in die Zukunft investieren und diese müsse man auch stärker als bisher fördern und unterstützen
Mit der Vorstellung der Spezialitäten – unter Zugrundelegung seiner Firmenphilosophie – beschloss Fleischermeister Matthias Kollar den bestens gelungenen Abend.
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