WB-Obmann und Finanzlandesrat Dr. Christian Buchmann wiederholt seine Kritik, wie unglaubwürdig und voller Doppelmoral Franz Voves ist. Landeshauptmann Voves hat gestern Abend im Presseclub wieder die Budgetpläne des Bundes kritisiert und diverse Reformideen für die Steiermark in den Raum gestellt. „Voves hat seine Chance gehabt, in der Steiermark hat er aber versagt“, so der Finanzlandesrat. Fünf Jahre lang hat Voves jede Reform des Landeshaushaltes unwirsch und mit politischer Mehrheit vom Tisch gewischt. Schließlich mussten ja sozialdemokratische Prestigeprojekte wie Köflach und Fohnsdorf verwirklicht werden.
„Es ist wahrlich demaskierend, wenn Voves jetzt bei der KAGes Einsparungspotenzial in der Höhe von 150 Millionen Euro ortet. Der gesamte KAGes-Liegenschaftsdeal in der Höhe von 1,2 Milliarden Euro (!) für das Doppelbudget 2009/2010 ist nur entstanden, weil die SPÖ zu keiner Reform bereit war!“, hält Buchmann fest.
Nur als blanken Hohn für die steirischen Stromkunden kann Buchmann den Stolz des Landeshauptmannes über die 800-Millionen-Euro-Investitionskraft der Energie Steiermark sehen. "Drei Mal wurde in der Ära Voves der Strompreis um insgesamt 18% erhöht, der Reichtum dieses Unternehmens ist durch Abzocken der steirischen Stromkunden entstanden!“, so Buchmann.
Und völlig unglaubwürdig ist Voves ja wohl in Sachen Verwaltungsreform: er hat die Verwaltung weiter aufgebläht, eine neue Abteilung geschaffen und seit 2005 1000 neue Mitarbeiter aufgenommen. Die ÖVP wollte die Ergebnisse der Minus-25-Prozent-Denksportaufgabe für die Abteilungsvorstände des Landes bis 31. März 2010 auf dem Tisch liegen haben. „Das war für die SPÖ aber undenkbar - sie hängt das ganze lieber der neuen Landesregierung als Rucksack um! So lässt sich jetzt locker vom Hocker über Reformen plaudern“, setzt der Finanzlandesrat abschließend nach.

Dass sich der Landeshauptmann im gestrigen Presseclub gerne mit den Erfolgen Anderer schmückt, ist für Taibinger nichts Neues: „Gerade bei der Schuldenbremse könnte man ganz nach Ricola-Vorbild fragen – wer hat`s denn erfunden? Wer genau? Nicht Voves hat die Schuldenbremse von maximal 3 Prozent Nettoneuverschuldung installiert – hier war Christian Buchmann maßgeblich federführend“, so Taibinger. Der WB-Direktor erinnert sich noch gut an die Gespräche zur steirischen Budgetkonsolidierung im November 2009: „Während Voves damals meinte, die Steiermark müsse ja nicht weltweit Musterschüler im Sparen sein – man solle doch lieber abwarten, wie der Bund im Frühjahr sein Budget für 2011 erstelle, kritisiert er gestern die Budgetpläne des Bundes. Einsparungsziele sind bei Voves aber meist nur Ankündigungspolitik“, so Taibinger.
Ein weiterer Höhepunkt des gestrigen Voves Interviews, sei so Taibinger – Voves’ Stellungnahme zum steirischen Wirtschaftswachstum. „Ein Rückfall auf den sechsten Platz – das müsse man laut Voves doch im zeitlichen Konnex sehen – jedes Jahr gebe es neue Faktoren, die das Wirtschaftswachstum in der Steiermark beeinflussen.
Darf ich den Landeshauptmann daran erinnern, dass Betriebe vor Ansiedelungen zurückschrecken, wenn der vermeintliche Willkommensgruß ‚Nimm a Cola – und schleich di` lautet“, so Taibinger abschließend.
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