Hohe Energiepreise und fehlende Planungssicherheit stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit der neuen Förderaktion „Energie!Gewinn“ setzt das Wirtschaftsressort des Landes Steiermark gemeinsam mit der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) nun einen gezielten Impuls, um steirische Betriebe bei Investitionen in nachhaltige Speicherlösungen zu unterstützen.
Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer betont dabei die strategische Bedeutung dieser Maßnahme:
Die Möglichkeit, selbst produzierte Energie zu speichern und dann zu nutzen, wenn sie benötigt wird, ist für Unternehmen von besonderer Bedeutung. Hier besteht österreichweit Nachholbedarf. Mit der neuen Förderung soll ein klarer Anreiz geschaffen werden, in moderne Speicherlösungen zu investieren. Das reduziert den Strombezug aus dem Netz und macht Energiekosten besser kalkulierbar.
Energiepolitik ist Standortpolitik
Im Zentrum der Förderaktion steht die betriebliche Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie – insbesondere die Speicherung von selbst produziertem Strom. Unternehmen können überschüssige Energie, etwa aus Photovoltaikanlagen, zwischenspeichern und bedarfsgerecht im eigenen Betrieb einsetzen.
Das stärkt:
- die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe
- die Unabhängigkeit vom Strommarkt
- die Planbarkeit von Energiekosten
- die Resilienz im Fall von Netzausfällen oder Blackouts
Gleichzeitig leisten Unternehmen damit einen aktiven Beitrag zur grünen Transformation der Steiermark und zur Entlastung der Stromnetze.
Was wird konkret gefördert?
Förderbar sind Investitionen in Speicherlösungen für erneuerbaren Strom. Die Speicher müssen entweder an eine bestehende Anlage zur Erzeugung erneuerbarer Energie angeschlossen oder gemeinsam mit einer solchen Anlage errichtet werden. Der Stromspeicher muss mindestens 75 Prozent seiner jährlichen Energie aus der direkt angeschlossenen Anlage beziehen.
Unterstützt werden Anlagen mit einer Nettospeicherkapazität zwischen 50 und 2.000 kWh.
Ebenso förderfähig ist die erstmalige Errichtung oder Erweiterung von eigenverbrauchsoptimierten Photovoltaikanlagen in Kombination mit Stromspeichern. Die PV-Anlage muss überwiegend auf bereits versiegelten und betrieblich genutzten Flächen errichtet werden.
5,5 Millionen Euro für Investitionen in die Zukunft
Für das Programm stehen insgesamt 5,5 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Produktions-, Dienstleistungs- und Handelsbetriebe aller Größen – mit klarem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen.
Die Förderintensität beträgt:
- 50 Prozent der anrechenbaren Projektkosten für Kleinst- und Kleinunternehmen (bis 49 Mitarbeiter)
- 40 Prozent für mittelgroße Unternehmen (50–249 Mitarbeiter)
- 30 Prozent für Großunternehmen
Die Mindestprojektgröße beträgt 50.000 Euro für KMU und 100.000 Euro für Großunternehmen. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen.
Antragstellung ab 18. Februar 2026
Anträge können ab 18. Februar 2026 bei der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) eingereicht werden. Weitere Informationen sind unter www.sfg.at/energiegewinn-news abrufbar.
Ein klarer wirtschaftspolitischer Impuls
Als Wirtschaftsbund Steiermark begrüßen wir diese Initiative ausdrücklich. Transformation gelingt nicht durch zusätzliche Belastungen, sondern durch gezielte Investitionsanreize. Wer unseren Betrieben Planungssicherheit gibt, stärkt Arbeitsplätze, Wertschöpfung und den gesamten Wirtschaftsstandort Steiermark.
Energieunabhängigkeit beginnt im eigenen Unternehmen – und ist ein entscheidender Schritt für eine wettbewerbsfähige Zukunft unseres Landes.