Private Vorsorge wird angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtiger. Wer langfristig für das eigene Alter vorsorgt und Verantwortung übernimmt, soll dabei auch steuerlich unterstützt werden. Der Wirtschaftsbund setzt sich deshalb für eine KESt-Befreiung bei langfristigen Aktien- und Fondsveranlagungen mit einer klaren Behaltefrist ein.
Bestehendes Vorsorgemodell verliert an Bedeutung
Die Zahlen zeigen, dass bei der privaten Vorsorge Handlungsbedarf besteht. Die Zahl der Verträge in der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge ist seit ihrem Höchststand im Jahr 2012 deutlich zurückgegangen. Ende 2025 bestanden noch rund 729.000 Verträge – 2012 waren es rund 1,64 Millionen.
Für Markus Kohlmeier, Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister in der WKO Steiermark, zeigt diese Entwicklung, dass die bestehenden, eng gefassten Vorsorgemodelle allein nicht ausreichen.
Mehr Wahlfreiheit bei der privaten Vorsorge
Menschen sorgen unterschiedlich für ihre Zukunft vor. Neben klassischen Versicherungsprodukten spielen auch breit gestreute Aktien- und Fondsveranlagungen eine wichtige Rolle beim langfristigen Vermögensaufbau.
Entscheidend ist daher, nicht nur einzelne Produktformen steuerlich zu begünstigen, sondern unterschiedliche Formen der privaten Vorsorge zu ermöglichen. Ziel muss es sein, den Menschen mehr Wahlfreiheit zu geben und langfristigen Vermögensaufbau attraktiver zu machen.
Langfristiges Vorsorgen steuerlich belohnen
Konkret soll für langfristige Aktien- und Fondsveranlagungen eine KESt-Befreiung mit einer klaren Behaltefrist geschaffen werden. Diskutiert wird dabei eine Behaltefrist von rund zehn Jahren.
Damit wäre klar: Es geht nicht um kurzfristige Spekulation, sondern um langfristigen Vermögensaufbau für die eigene Zukunft.
Der Wirtschaftsbund steht für Eigenverantwortung und Leistung. Wer selbst vorsorgt und langfristig Vermögen aufbaut, soll dafür die passenden Rahmenbedingungen vorfinden. Private Vorsorge muss sich auszahlen.