Von M.U.T.-Autor Alfred Mayer
Seit Mitte Dezember verbindet die Koralmbahn Kärnten und Steiermark als gemeinsamen Wirtschaftsraum. Die Kärntner Wirtschaftsbund-Direktorin Sylvia Gstättner und ihr steirischer Kollege Jochen Pack wissen, welchen Beitrag das M.U.T.-Magazin dazu leistet.
Das M.U.T.-Magazin steht seit wenigen Wochen nicht nur in Kärnten, sondern auch in der Steiermark für Menschen, Unternehmen und Trends. Wie wichtig ist diese kommunikative Infrastruktur für den neuen, gemeinsamen Wirtschaftsraum?
Sylvia Gstättner: Kommunikation ist aus meiner Sicht ein ganz wesentlicher Faktor, um Unternehmerinnen und Unternehmer sichtbar zu machen. Dafür steht das M.U.T.-Magazin. Das betrifft sowohl die Sichtbarkeit nach außen, als auch den Austausch untereinander. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Eröffnung der Koralmbahn dafür zu nutzen, das M.U.T.-Magazin auch auf die Steiermark auszurollen.
Jochen Pack: Aus meiner Sicht sind drei Faktoren zusammengekommen, die diesen Schritt bedingt haben. Allen voran natürlich die Eröffnung der Koralmbahn. Zum zweiten haben wir einen wirtschaftlichen Süden Österreichs, der schon längere Zeit inhaltlich eng zusammenarbeitet. Und drittens hat das M.U.T.-Magazin bewiesen, dass es die optimale Plattform ist, um gemeinsame Schwerpunkte und Themen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Gstättner: Jede Veränderung braucht Aufmerksamkeit, damit man erfolgreich davon partizipieren kann. Sonst sitzt man sprichwörtlich nicht in der Koralmbahn, sondern irgendwo auf der Landstraße in einem Bus.

Kann ein gemeinsames Online-Magazin dazu beitragen, hergebrachte Muster, wie das Denken in Landesgrenzen, aufzubrechen?
Pack: Ich bin fest davon überzeugt, dass das M.U.T.-Magazin einen Beitrag dazu leisten kann. Die Redakteure, die sowohl aus Kärnten als auch aus der Steiermark kommen, denken und berichten grenzübergreifend. Wenn auch manches anders sein mag, dient es als gemeinsame Chance, Grenzen, die es oft nur in in den Köpfen gibt, zu überwinden. Themen werden größer gesehen und man lernt voneinander.
Gstättner: Die Grenzen verschwinden nicht nur, man denkt in einem neuen Raum. Und ich glaube, wenn wir diesen Raum sichtbar machen, werden das immer mehr Menschen so annehmen und damit automatisch diesen größeren Raum wahrnehmen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die kärntnerisch-steirische M.U.T.-Redaktion in der innerhalb kürzester Zeit ein Miteinander entstanden ist. Und das wird uns auch bei unserer Leser- und Hörerschaft sehr schnell gelingen.
„Prinzipiell geht es darum, Geschichten von Möglichkeiten zu erzählen, aber auch
Geschichten, die Realismus vermitteln.“
Sylvia Gstättner
Welche Geschichten soll das M.U.T.-Magazin künftig über den neuen Wirtschaftsraum Area Süd erzählen?
Gstättner: Prinzipiell geht es darum, Geschichten von Möglichkeiten zu erzählen, aber auch Geschichten, die Realismus vermitteln. Was ist möglich? Wo gibt es Unterstützung? Was gibt es schon? Wie funktionieren Dinge? Aber das Magazin soll auch zeigen, wo es derzeit noch Grenzen gibt und die Politik bei Bedarf darauf hinweisen, wo noch Dinge zu tun sind. Ein großes Anliegen sind mir auch die Gründer. Die Zahlen belegen, dass es einen unglaublichen Unternehmergeist gibt. Und auch diese Gründer sollen sich mit ihren Geschichten im M.U.T.-Magazin wiederfinden.

Pack: Die Area Süd steht für Lebensqualität, die leistbar ist, genauso wie für die Möglichkeit, international erfolgreich zu sein. Unsere Aufgabe ist es, für mehr Substanz zu sorgen und keine Show zu machen.
Wie organisiert sich die M.U.T.-Redaktion ab sofort über die Grenze hinweg?
Gstättner: Dreh- und Angelpunkt ist Chefredakteurin Isabella Schöndorfer, die die Redakteure verbindet und für alle Fragen zur Verfügung steht. Dazu kommen sehr gute und strukturierte Mitarbeiter, die das irrsinnig gut umsetzen, und das Ziel haben, ein gutes Magazin zu machen.
„Es braucht Menschen, die sich trauen, mit neuen Ideen in die Selbstständigkeit zu gehen. Das M.U.T.-Magazin kann dazu einen Beitrag leisten.“Jochen Pack
Pack: Wir wollen Vielfalt ermöglichen, aber es braucht trotzdem eine klare Linie. Viele unterschiedliche Stimmen im Redaktions- und Mitarbeiterteam, die ein gemeinsames Bild zeichnen.
Das M.U.T.-Magazin will mit seiner breiten Themenauswahl möglichst viele Leserinnen und Leser ansprechen. Welche Zielgruppen habt ihr konkret im Auge?
Pack: Neben den Zielgruppen Unternehmer, Funktionäre und Gründer gilt es, Menschen anzusprechen, die Verantwortung übernehmen wollen; für sich und für andere. Menschen, die positiv denken, künftige Chancen erkennen und auch anpacken können.
Gstättner: Gleichzeitig können wir Ideengeber sein für all jene, die etwas bewegen wollen und Lust auf Unternehmertum haben.
Pack: Es braucht Menschen, die sich trauen, mit neuen Ideen in die Selbstständigkeit zu gehen. Das M.U.T.-Magazin kann dazu einen Beitrag leisten.
Abschließend eine persönliche Frage. Wozu hat ihr in der jüngeren Zeit wirklich Mut gebraucht?
Gstättner: Wenn ich an die letzten ein bis zwei Jahre denke, fällt mir dazu kein konkretes Beispiel ein. Vielleicht brauche ich wieder einmal eine Herausforderung, die wirklich Mut erfordert. Für regelmäßige Adrenalinkicks sorgt das Skitourengehen. Da habe ich wirklich Mut gebraucht, vor allem wenn es darum geht, die Berge wieder hinunterzufahren.
Pack: Wir haben kürzlich in unserer Organisation eine eine extreme Setup-Umstellung gemacht. Diese an die Mitarbeiter zu kommunizieren, hat immer wieder Mut verlangt. Persönlich bin ich begeisterter Rennradfahrer, auch da verlangt gerade das Bergabfahren eine gehörige Portion Mut. Mittlerweile bin ich froh und stolz über jeden Geschwindigkeitsrekord, den ich neu aufstelle.
Das sind die Highlights eines Gesprächs, das Peter Schöndorfer mit Sylvia Gstättner und Jochen Pack für den M.U.T.cast geführt hat. Die komplette Podcast-Folge finden Sie hier.