Der Wirtschaftsbund Steiermark machte mit seinem bewährten Format des Wirtschaftsgipfels in der Südweststeiermark Halt. Im Hengistzentrum Hengsberg kamen Unternehmer:innen aus der gesamten Region zusammen, um sich zu vernetzen und über die Zukunft des südweststeirischen Wirtschaftsstandorts auszutauschen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur aktuelle Herausforderungen, sondern vor allem die Stärken und Chancen der Region.
Nachhaltigkeit in all ihren Facetten
Unter der Moderation von Wirtschaftsbund-Direktor Jochen Pack diskutierten Karina Rüge von der Heideco GmbH, Martin Tatzl von der GreenPork GmbH, Manuela Lackner-Kaufmann von TDL – Tapezierer & Dekorateur Lackner-Kaufmann sowie Mario Resch von Resch Elektrotechnik über ihre Erfahrungen aus dem unternehmerischen Alltag. So unterschiedlich die vier Betriebe sind, so deutlich wurde eine gemeinsame Stärke: nachhaltiges Wirtschaften in seinen unterschiedlichen Formen. Die Themen reichten von regionalen Wertschöpfungsketten und Energieunabhängigkeit über Reparatur im Handwerk bis hin zu erneuerbarer Energie.
Direktor Pack meint dazu: „In der Südweststeiermark sieht man, was Unternehmertum ausmacht: Hier bekommen alte Möbel ein zweites Leben, Lebensmittel werden vom Futter bis zur Verarbeitung in der Region erzeugt, Bauteile mit einer Präzision gefertigt, die dünner sind als ein menschliches Haar, und moderne Lösungen für die Energieversorgung von morgen entwickelt. Genau diese Vielfalt macht die Stärke unserer Region aus. Unsere Aufgabe ist es, zuzuhören, wo der Schuh drückt, und dafür zu sorgen, dass diese Betriebe auch morgen noch wachsen können“.
Landesspitze vermittelt Zuversicht
Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer betonte die Chancen, die sich durch neue Infrastruktur und eine stärkere Vernetzung der Region ergeben. Besonders die Koralmbahn eröffne neue Perspektiven für Betriebe und Arbeitskräfte. „Mit der Koralmbahn rücken Wirtschafts- und Arbeitsräume enger zusammen. Diese Chance müssen wir nutzen und gleichzeitig Rahmenbedingungen schaffen, die Investitionen und Wachstum ermöglichen“, so Ehrenhöfer.
Wirtschaftsbund-Landesgruppenobmann Josef Herk rückte Fachkräfte und unternehmerische Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt: „Unsere Unternehmer wissen am besten, wo der Schuh drückt. Weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Kosten und ausreichend Fachkräfte sind entscheidend für einen starken Standort. Unsere Aufgabe ist es, sie dabei bestmöglich zu unterstützen“
Regionale Wirtschaft sendet Signal des Zusammenhalts
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Unternehmer aus der gesamten Region nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Themen weiterzudenken. „Gerade in einer Region wie der Südweststeiermark ist Zusammenarbeit ein echter Standortvorteil. Wenn Betriebe ihr Wissen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln, profitieren am Ende alle“, betonte Karina Rüge von Heideco.
Auch Mario Resch von Resch Elektrotechnik unterstrich die Bedeutung regionaler Netzwerke: „Viele Herausforderungen lassen sich leichter bewältigen, wenn man sich kennt und miteinander spricht. Genau solche Abende bringen Menschen zusammen, aus denen später neue Ideen und Kooperationen entstehen können.“ „Starke Betriebe bedeuten starke Regionen, sichere Arbeitsplätze und Wohlstand. Deshalb bringen wir Unternehmer zusammen, hören zu und geben ihren Anliegen eine starke Stimme“, so Pack abschließend.