Ganze Arbeit heißt: Nein zur 32-Stunden-Woche!

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Ganze Arbeit heißt: Nein zur 32-Stunden-Woche!

30. Okt. 2023 | Allgemein

Unter dem Motto „Ganze Arbeit für die Steiermark“ haben wir, der Wirtschaftsbund Steiermark, eine Kampagne gestartet, um die 32-Stunden-Woche zu entmystifizieren. Unser Fokus liegt darauf, den Menschen in der Steiermark Fakten und Informationen über die realen Auswirkungen dieser Arbeitszeitverkürzung auf ihren Alltag zu geben. 

Als Wirtschaftsbund sehen wir die Notwendigkeit, eine generelle Arbeitszeitverkürzung kritisch zu betrachten. Die Debatte zur Einführung einer 32-Stunden-Woche in Österreich vernachlässigt oft die aktuellen Herausforderungen und wirtschaftlichen Realitäten, mit denen Unternehmen konfrontiert sind. Nicht nur steigende Produktions- und Energiekosten, sondern vor allem der bereits bestehende Mangel an Arbeitskräften setzt die Betriebe unter Druck. 

Wir sind der Ansicht, dass es anstatt der Diskussionen über Arbeitszeitverkürzung eine ideologiefreie und offene Debatte über die Bedeutung von Leistung geben muss. In unserem Land wird täglich ganze Arbeit geleistet. Und wir glauben, dass es wichtig ist, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Unternehmerinnen und Unternehmer über die Herausforderungen zu informieren, mit denen sie konfrontiert sind.

32-Stunden-Woche bei bestehendem Mangel?

Unsere Kampagne #GANZEARBEIT zielt darauf ab, den Menschen in der Steiermark die Auswirkungen einer generellen Arbeitszeitverkürzung auf ihr reales Leben bewusst zu machen. Es geht dabei nicht nur um die wirtschaftlichen Auswirkungen, sondern auch um den bereits bestehenden Mangel an Arbeitskräften. Zum Beispiel in Bereichen wie dem Gesundheitswesen, der Pflege und der Kinderbetreuung. Eine generelle Arbeitszeitverkürzung würde noch mehr Mitarbeitende erfordern, um diese Lücken zu schließen.

Wir möchten betonen, dass in vielen Berufsfeldern produktivere Mitarbeitende die bestehenden Lücken an Arbeitskräften nicht kompensieren könnten. Ein Pfleger, eine Ärztin, eine Kindergartenpädagogin oder ein Linienbusfahrer können ihre Leistung nicht einfach in weniger Arbeitszeit pressen. Aus diesem Grund setzen wir uns aktiv für eine realistische Bewertung der Situation ein. 

Die Kampagne #GANZEARBEIT spricht Klartext und bietet eine Plattform, auf der Fakten und Informationen zu finden sind. Die Auswirkungen einer generellen Arbeitszeitverkürzung dürfen nicht ignoriert werden, da sie Wachstum, Wohlstand und unser gesamtes System gefährden können. 

Dieses Thema wird uns noch länger begleiten, daher gibt es weiterhin die Möglichkeiten zur Unterstützung auf unserer Seite www.ganzearbeit.at mit allen Fakten und Informationen zur 32-Stunden-Woche. 

Passend dazu auch unser Lesetipp: In den Wirtschaftsnachrichten Süd schrieb Stefan Rothbart diesen Herbst einen Artikel, der die aktuelle Lage gut darstellt. Hier geht’s zum pdf des Artikels.  

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